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Alles oder nix – aber nicht ganz unschuldig

Unter dem Motto „Alles oder nix – 10 Jahre unschuldig gesessen!“ verabschiedete die Sekundarschule Stemweder-Berg am letzten Freitag feierlich ihren Abschlussjahrgang 2026. In der festlich geschmückten Begegnungsstätte nahmen 74 Schülerinnen und Schüler ihre Abschlusszeugnisse entgegen und beendeten damit zehn Jahre gemeinsame Schulzeit.

Schulleiterin Heike Hachmann griff das Motto mit einem Augenzwinkern auf: Der Vergleich mit einer Haftstrafe treffe nur auf den ersten Blick zu, denn der Jahrgang habe den Unterricht selbst maßgeblich mitgestaltet. Sie dankte den Eltern für zehn Jahre Unterstützung im Alltag und den Lehrkräften, die nie aufgehört hätten, den bestmöglichen Abschluss aus den Jugendlichen herauszuholen – auch wenn dafür so manche Stimme strapaziert wurde. Zum Abschied betonte sie, der Schulabschluss bedeute vor allem den Beginn neuer Freiheit: selbst zu entscheiden, welche Ziele man verfolgt. Auf die scherzhafte Forderung nach „Macht, Ruhm und Status“ antwortete sie mit eigener Definition: Macht als die Fähigkeit, Nein zu sagen, wenn alle Ja sagen; Ruhm dadurch, dass andere gut über einen sprechen; Status durch Vertrauen statt durch ein beeindruckendes Auto.

Bürgermeister Kai Abruszat verglich die Schulzeit mit einer Reihe von Updates – von Fähigkeiten in Mathe, Englisch und Teamarbeit bis zum ungeplanten „Corona-Update“. Nicht jedes Update sei fehlerfrei verlaufen, doch Fehler gehörten zur Entwicklung dazu. Sein Appell: „Bringen Sie Ihre Ideen ein und gestalten Sie Ihre Zukunft.“
Pfarrerin Melanie Grauer ermutigte die Absolventinnen und Absolventen, auszubrechen, Neues auszuprobieren und zunächst zu feiern, was sie geschafft hatten – ein Schulabschluss sei schließlich mehr als das, was als Note auf dem Zeugnis stehe.
Für die Schulpflegschaft rief Frau Schumacher-Carr den Jugendlichen zu, sich vor allem an Freundschaften und besondere Momente der vergangenen Jahre zu erinnern, und dankte Lehrkräften wie Eltern für deren Begleitung auf dem Weg zum Erwachsenwerden.

Mit guten Wünschen für Mut, Energie und einen selbstbestimmten Lebensweg entließ die Schulleiterin gemeinsam mit den weiteren Rednerinnen und Rednern den Abschlussjahrgang 2026 in seinen neuen Lebensabschnitt.

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